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Aktuelles
Erste Herrenmannschaft kehrt mit Unentschieden aus Untertürkheim zurück
Geschrieben von Marc Schickler   
Montag, 25. Januar 2010
BegruessungUntertuerkheim.jpg Mit einem blauen Auge kamen gestern die Staiger Spieler vom Gastspiel aus Untertürkheim zurück. Der Punktverlust bei solch einer engen Tabellensituation in der Verbandsliga ist sicherlich zu verkraften, aber leider auch unnötig. Auf der Fahrt nach Untertürkheim philosophierten schon einige Spieler, dass es doch möglich sein muss, dass vier Leute drei Punkte erspielen. Die sechs Punkte von Marcel Harler und Valeriy Rakov (zwei Doppel, vier Einzel) wurden in dieser Gleichung als Konstante angenommen, da die beiden schon im Hinspiel ein sehr starke Leistung zeigten. Doch leider ging die Rechnung nicht auf. Aus diesem Grund waren nach Ende des Spiels die Mienen der Staiger weitaus betrübter als die der Untertürkheimer. Gleich zu Beginn der Begegnung musste der SC Staig ein kleines Break hinnehmen, als Marc Schickler und Christian Streiter ihr Doppel gegen Kevin Beckmann und Mario Lietzau mit 9:11 im fünften Satz verloren, nachdem sie schon mit 5:1 und 9:7 in Front lagen. Die Ergebnisse der beiden anderen Doppel waren hingegen so zu erwarten. Marcel Harler und Valeriy Rakov gewannen ihre Partie klar mit 3:0. Kevin Kaiser und Joerg Schneider hatten gegen die beiden Abwehrstrategen Petar Dordevic und Oljeg Basaric mit 1:3 das Nachsehen.
Danach folgte fast eine Wiederholung des Vorrundespiels. Valeriy Rakov besiegte in einem ansehnlichen Spiel, mit vielen langen Ballwechseln, den Abwehrer Petar Dordevic mit 3:1. Marcel Harler musste sich gegen Georgios Papadopoulos trotz seiner Größe teilweise sehr lang machen, denn der Untertürkheimer zeigte einmal mehr, dass man physikalische Grenzen auch überwinden kann. Gerade im zweiten Satz kämpfte er sich mit teils unglaublichen Bällen wieder ran, nachdem Marcel Harler schon mit 10:3 führte. Doch am Ende behielt der Staiger mit 3:1 die Oberhand. Kevin Kaiser machte mit seinem Namensvetter Kevin Beckmann kurzen Prozess. In allen drei Sätzen hatte Kevin Kaiser die Partie voll im Griff, so dass nie das Gefühl aufkam, dass er diese Partie verlieren könnte. Ganz anders verlief das Einzel am Nebentisch zwischen Marc Schickler und dem Abwehrspieler Oljeg Basaric. Der Untertürkheimer führte schon mit 2:0 in den Sätzen und es sah nicht so aus als ob Marc Schickler noch einmal zurückkommen würde. Doch zehn Minuten und viele spannende Ballwechsel später führte Marc Schickler mit 8:5 im Entscheidungssatz, um am Ende denkbar knapp und unglücklich mit 9:11 zu verlieren. „Ein Spieler der verpassten Chancen“, so war sein Resümee kurz nach der Niederlage. Christian Streiter zeigte in seinem Einzel „endlich“ mal wieder den Christian, den alle so vermissten. Mit seinem kompromisslosen Angriffsspiel wies er seinen Gegner Mario Lietzau in die Schranken, der in den spektakulären Topspinduellen meist das Nachsehen hatte. Der 3:0 Erfolg von Christian war somit hochverdient. Joerg Schneider fand in seinem ersten Einzel gegen den „Aufschlaggriechen“ Kostas Tsiliakas gar kein Rezept. Die gefährlichen Aufschläge des Untertürkheimers brachten Joerg Schneider ein ums andere Mal in Bedrängnis, so dass am Ende eine 0:3 Niederlage zu Buche stand. Somit war das Zwischenergebnis nach den ersten Einzeln 5:4 für den SC Staig. Danach folgten einmal mehr zwei Siege unserer beiden Spitzenspieler Marcel Harler und Valeriy Rakov. Marcel Harler versetzte Petar Dordevic die zweite Niederlage in zwei Wochen (vor zwei Wochen im Finale der Württ. Seniorenmeisterschaften). Valeriy Rakov ließ seinem Gegenüber Georgios Papadopoulos nicht den Hauch einer Chance. Nun war es an der Zeit für Kevin Kaiser seinen zweiten Einzelerfolg einzufahren. Im ersten Satz überrollte er Oljeg Basaric mit seinem knallharten Topspinspiel, so dass dieser keine Chance zur Abwehr hatte. Doch dann war das Pulver Kevin Kaiser’s verschossen. In den drei folgenden Sätzen hatte der Staiger leider keine reelle Siegchance mehr, weil ihm zum einen viele „unforced errors“ unterliefen und zum anderen der Untertürkheimer seine Taktik grundlegend geändert hatte. „Es ist ganz schön deprimierend, wenn man nicht weiß  warum man verloren hat“, so kommentierte Kevin Kaiser sein Spiel kurz darauf. Marc Schickler wollte nach den beiden knappen Niederlagen aus dem Doppel und dem Einzel auch seinen Teil zu einem möglichen Erfolg beitragen, doch leider kam ihm einmal mehr seine zurzeit katastrophale Konzentrationsfähigkeit (trotz Yoga) dazwischen. Dazu kam dann noch, dass Kevin Beckmann eine deutlich bessere Leistung als im Einzel gegen Kevin Kaiser zeigte, so dass die 0:3 Niederlage völlig in Ordnung ging. Wie schon Joerg Schneider zuvor, schaffte es auch Christian Streiter nicht die Aufschläge von Kostas Tsiliakas mit Qualität zu retournieren. Dadurch hatte der Untertürkheimer immer wieder die Chance auf einfache Punkte, die er sich meistens auch nicht nehmen ließ. Mit dem 3:1 Sieg über Christian Streiter schaffte er den Ausgleich zum 7:7 für sein Team. Nun lag es an Joerg Schneider, ob für den SC Staig ein Sieg oder ein Unentschieden herausspringen würde (nach der zuvor aufgestellten Gleichung). In einem hochdramatischen Match, in dem Joerg Schneider bei 0:2 Satzrückstand schon wie der sichere Verlierer aussah, kämpfte dieser sich zurück in die Partie und hatte beim Stand von 10:9 sogar Matchball. Aber wie heißt es so schön: „Wenn man schon kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech dazu.“. Der Matchball verfehlte den Tisch nur um Haaresbreite und beim Stand von 10:10 sprang der Ball vom Netz ins Aus. Am Ende hieß es 3:2 für Mario Lietzau. Somit war es an Marcel Harler und Valeriy Rakov wenigstens die Konstante in der Gleichung zu bestätigen. Mit 3:1 besiegten sie das Untertürkheimer Abwehrdoppel, die den zahlreichen Zuschauern noch einmal attraktives Tischtennis boten. Das Ergebnis ist ein faires Unentschieden, mit dem beide Mannschaften ganz gut leben können, wobei es sich für die Staiger ein wenig mehr nach einer Niederlage anfühlte.

Ein Dank geht natürlich noch an die mitgereisten Fans, die die erste Herrenmannschaft lautstark unterstützten!

 

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