| Mit einem dunkelblauen Auge davongekommen |
| Geschrieben von Marc Schickler | |
| Montag, 1. März 2010 | |
Ein blaues Auge? Nein, ein dunkelblaues Auge! So könnte man den Ausgang der gestrigen Partie der ersten Herrenmannschaft gegen den vermeintlich klar unterlegenen Gast aus Mössingen beschreiben. In der vergangenen Woche wurde den Spielern des SC Staig schon eifrig zum Aufstieg in die Oberliga gratuliert, da man ja ein relativ „einfaches“ Restprogramm zu absolvieren habe. Diese „Vorabgratulanten“ übersahen aber, dass die derzeitige Tabellenplatzierung der SpVgg Mössingen nicht deren wahrer Leistungsfähigkeit entspricht. Viele knappe Entscheidungen über die gesamte Saison hinaus fielen gegen sie aus, so wie auch am Sonntag. Eines gleich vorweg, diese Begegnung verlief komplett anders als alle
Partien zuvor. Die Doppel verliefen einmal mehr nicht so wie gewünscht,
denn Marc Schickler und Christian Streiter konnten das so wichtige
dritte Doppel zu einer 2:1 Führung nicht gewinnen und so führten die
Gäste gleich von Beginn an. Normalerweise folgen dann zwei Punkte vom
Staiger Spitzenpaarkreuz, denn Valeriy Rakov war bis zu diesem
Zeitpunkt noch ungeschlagen in der Rückrunde und Marcel Harler war
klarer Favorit gegen Mössingens Nummer zwei Christoph Hörmann.
Doch es
kam anders. Valeriy musste sich Andrzej Truszczynski nach hartem Kampf
mit 12:14 im Entscheidungssatz beugen. Dies war eine völlig neue
Situation für alle Spieler und musste erstmal verdaut werden. Marcel
wurde seiner Favoritenrolle hingegen gerecht und lies seinem Gegner
nicht den Hauch einer Chance. Das mittlere Paarkreuz des SC Staig nahm
sich nach der Galavorstellung vom Sonntag davor einiges vor, doch die
Leistungsbestätigung gelang nur Kevin Kaiser. Seinem Gegenüber Jürgen
Eisele ließ Kevin kaum eine Chance. Den ersten Satz verschlief die
Staiger Nummer drei ein wenig, um danach die Partie klar zu dominieren.
Marc Schickler konnte nicht an das Spiel gegen Tuttlingen anknüpfen.
Gegen den extrem unangenehm spielenden Jürgen Leuze musste er sich mit
11:13 im Entscheidungssatz geschlagen geben. Christian Streiter
durchbrach danach den Fluch der fünften Sätze und besiegte den
Ersatzmann der Mössinger Felix Jägers mit 13:11 im fünften Satz, wobei
Christian im vierten und fünften Satz schon jeweils mit 3:7 zurücklag.
Joerg Schneider fand in seinem ersten Einzel kein richtiges Konzept und
unterlag Michael Müller mit 1:3. Somit lag der SC Staig immer noch mit
4:5 hinten. Die ersten Schweißperlen bei Spielern und Zuschauern wurden
gesichtet. Einige rechneten schon das mögliche Endergebnis aus und
sahen dabei nicht sonderlich glücklich aus.
Nun sollte aber das Break gelingen, denn ein 3:1 im vorderen Paarkreuz
war immer das Minimum in der bisherigen Rückrunde. Doch es kam mal
wieder anders. Marcel Harler fand gegen den grandios spielenden Andrzej
Truszczynski kein Rezept und unterlag diesem mit 1:3. Jetzt wurden aus
den vereinzelten kleinen Schweißperlen schon deutlich größere. Valeriy
Rakov gewann seine zweite Partie ohne großes Aufsehen klar mit 3:0 und
stellte somit den alten Einpunkte-Rückstand wieder her. Kevin Kaiser
schaffte dann mit hartem Kampf und großen Herz gegen Steffen Leuze den
Ausgleich für den SC Staig und zeigte einmal mehr, dass er mit einem
„guten“ Kopf zu den Besten immer mittleren Paarkreuz der Verbandsliga
gehört. Eigentlich ohne Chance war Marc Schickler in seinem zweiten
Einzel gegen Jürgen Eisele. Ohne Kopf spielend unterlag er Mössingens
Nummer vier verdient mit 0:3. Was nun folgte war der absolute Wahnsinn!
Die pure Angst war in der Staiger Gemeindehalle zu spüren, denn jeder
wusste, dass man nur mit zwei Punkten im hinteren Paarkreuz und einem
Sieg im Schlussdoppel den Titeltraum weiterträumen könnte. Doch eine
3:1 Bilanz im hinteren Paarkreuz gelang Christian Streiter und Joerg
Schneider noch nie in dieser Saison. Das wussten auch die Staiger Fans
und wahrscheinlich auch Christian und Joerg, die aber alle eines
Besseren belehrten. Vor allem Joerg Schneider, der in seinem ersten
Einzel schon mit dem „Karriereende“ drohte, überzeugte auf ganzer Linie
und ließ Felix Jägers keine Chance. Ruhig und konzentriert, so wollen
wir dich sehen Joerg!!! Christian Streiter machte am Nebentisch
ebenfalls kurzen Prozess mit Michael Müller und so stand die erste
Staiger Führung auf der Anzeigetafel am Tisch des Oberschiedsrichters.
Nun war die Angst in der Halle wie weggeblasen, denn alle vertrauten
den Künsten von Marcel Harler und Valeriy Rakov. Mit 3:0 schlugen die
beiden die Paarung Truszczynski/Eisele und erlösten dadurch Spieler und
Fans.Und wieder geht ein großes Dankeschön an unsere Fans, die uns wie immer super unterstützten und dafür mit einem spannenden und dramatischen Spiel belohnt wurden. Für die entstandenen grauen Haare und Beinahe-Herzinfarkte entschuldigen wir uns natürlich, genauso wie bei all denen, die versucht haben die Begegnung am Liveticker mitzuverfolgen. Wir hatten leider einige technische Schwierigkeiten. Am kommenden Sonntag steht das vorentscheide Auswärtsspiel gegen die SpVgg Gröningen-Satteldorf an, zu dem wir alle SC Staig Sympathisanten einladen möchten. Wer Interesse hat uns bei diesem Spiel zu unterstützen, kann sich unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können melden. |

Ein blaues Auge? Nein, ein dunkelblaues Auge! So könnte man den Ausgang der gestrigen Partie der ersten Herrenmannschaft gegen den vermeintlich klar unterlegenen Gast aus Mössingen beschreiben. In der vergangenen Woche wurde den Spielern des SC Staig schon eifrig zum Aufstieg in die Oberliga gratuliert, da man ja ein relativ „einfaches“ Restprogramm zu absolvieren habe. Diese „Vorabgratulanten“ übersahen aber, dass die derzeitige Tabellenplatzierung der SpVgg Mössingen nicht deren wahrer Leistungsfähigkeit entspricht. Viele knappe Entscheidungen über die gesamte Saison hinaus fielen gegen sie aus, so wie auch am Sonntag. Eines gleich vorweg, diese Begegnung verlief komplett anders als alle
Partien zuvor. Die Doppel verliefen einmal mehr nicht so wie gewünscht,
denn Marc Schickler und Christian Streiter konnten das so wichtige
dritte Doppel zu einer 2:1 Führung nicht gewinnen und so führten die
Gäste gleich von Beginn an. Normalerweise folgen dann zwei Punkte vom
Staiger Spitzenpaarkreuz, denn Valeriy Rakov war bis zu diesem
Zeitpunkt noch ungeschlagen in der Rückrunde und Marcel Harler war
klarer Favorit gegen Mössingens Nummer zwei Christoph Hörmann.
Nun sollte aber das Break gelingen, denn ein 3:1 im vorderen Paarkreuz
war immer das Minimum in der bisherigen Rückrunde. Doch es kam mal
wieder anders. Marcel Harler fand gegen den grandios spielenden Andrzej
Truszczynski kein Rezept und unterlag diesem mit 1:3. Jetzt wurden aus
den vereinzelten kleinen Schweißperlen schon deutlich größere. Valeriy
Rakov gewann seine zweite Partie ohne großes Aufsehen klar mit 3:0 und
stellte somit den alten Einpunkte-Rückstand wieder her. Kevin Kaiser
schaffte dann mit hartem Kampf und großen Herz gegen Steffen Leuze den
Ausgleich für den SC Staig und zeigte einmal mehr, dass er mit einem
„guten“ Kopf zu den Besten immer mittleren Paarkreuz der Verbandsliga
gehört. Eigentlich ohne Chance war Marc Schickler in seinem zweiten
Einzel gegen Jürgen Eisele. Ohne Kopf spielend unterlag er Mössingens
Nummer vier verdient mit 0:3. Was nun folgte war der absolute Wahnsinn!
Die pure Angst war in der Staiger Gemeindehalle zu spüren, denn jeder
wusste, dass man nur mit zwei Punkten im hinteren Paarkreuz und einem
Sieg im Schlussdoppel den Titeltraum weiterträumen könnte. Doch eine
3:1 Bilanz im hinteren Paarkreuz gelang Christian Streiter und Joerg
Schneider noch nie in dieser Saison. Das wussten auch die Staiger Fans
und wahrscheinlich auch Christian und Joerg, die aber alle eines
Besseren belehrten. Vor allem Joerg Schneider, der in seinem ersten
Einzel schon mit dem „Karriereende“ drohte, überzeugte auf ganzer Linie
und ließ Felix Jägers keine Chance. Ruhig und konzentriert, so wollen
wir dich sehen Joerg!!! Christian Streiter machte am Nebentisch
ebenfalls kurzen Prozess mit Michael Müller und so stand die erste
Staiger Führung auf der Anzeigetafel am Tisch des Oberschiedsrichters.
Nun war die Angst in der Halle wie weggeblasen, denn alle vertrauten
den Künsten von Marcel Harler und Valeriy Rakov. Mit 3:0 schlugen die
beiden die Paarung Truszczynski/Eisele und erlösten dadurch Spieler und
Fans.




