Menu Content/Inhalt
Aktuelles
Dramatik pur in der Verbandsliga
Geschrieben von Marc Schickler   
Montag, 8. März 2010
Marc.jpgDieser Verlauf hätte auch aus einem Roman von Alfred Hitchcock oder Steven King sein können. Was sich gestern mal wieder in der Württembergischen Verbandsliga abspielte, ist an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Mit 5:9 musste sich die erste Herrenmannschaft beim bärenstarken Aufsteiger aus Satteldorf geschlagen geben, aber da der SSV Reutlingen vor knapp 350 Zuschauern in eigener Halle den TTC Tuttlingen mit 9:6 bezwingen konnte, bleibt der SC Staig an der Tabellenspitze und wahrt die Chance auf die Meisterschaft. Die Anspannung vor der vielleicht allesentscheidenden Begegnung gegen Satteldorf war allen Spielern anzumerken. Auf der Hinfahrt ins 130km entfernte Satteldorf war es zwischenzeitlich beängstigend ruhig im Mannschaftsbus, doch kaum in der Halle angekommen wechselte die Anspannung in hundertprozentige Konzentration. Die Doppel verliefen im Gegensatz zum letzten Spiel gegen Mössingen wie gewünscht. Marcel Harler und Valeriy Rakov gewannen ihr Doppel gewohnt souverän.
Marc Schickler und Christian Streiter zeigten in einer ansehnlichen Partie eine gute Leistung und hielten ihre Gegner mit 3:1 nieder. Danach folgte ein herber Rückschlag für die Staiger Mannschaft. Sowohl Valeriy Rakov als auch Marcel Harler mussten ihre Einzel im fünften Satz verloren geben. Valeriy musste dem extrem stark spielenden Heiko Bärwald zu dessen Sieg gratulieren und Marcel trotz hartem Kampf und vielen Kilometern Laufarbeit Zsolt Barany. Damit haben die acht mitgereisten Staiger Fans und auch die heimischen sicherlich nicht gerechnet. Somit standen Kevin Kaiser und Marc Schickler gleich gehörig unter Druck das Re-Break zu schaffen. Dies gelang ihnen dann auch mit Bravour. Marc gewann souverän und ohne Satzverlust gegen Christian Hellenschmidt. Kevin konnte nach anfänglichen Problemen und einem geklauten zweiten Satz die Partie gegen Wasilis Alvanidis mit 3:1 für sich entscheiden. Nun waren wieder die Gäste aus Staig mit einem Punkt in Front. Joerg Schneider musste in der darauffolgenden Partie einem gut aufgelegten Rolf Lutsch gratulieren. Nun stand es wieder ausgeglichen und es folgte die nächste kleine Tragödie. Christian Streiter konnte leider keinen seiner etlichen Matchbälle im vierten und fünften Satz nutzen, so dass am Ende Jürgen Möß mit 14:12 im Entscheidungssatz die Oberhand behielt. Jetzt musste mindestens ein Sieg im vorderen Paarkreuz folgen um noch ein echte Chance auf den Sieg zu haben. Doch leider kam dieser nicht. Es war einfach nicht der Tag von Marcel, der in den entscheidenden Situationen nicht das Quäntchen Glück auf seiner Seite. Die 0:3 Niederlage gegen Heiko Bärwald war knapper als es das Endergebnis erahnen lässt. Dieses Quäntchen fehlte auch Valeriy gegen den Ungarn Zsolt Barany. Zum zweiten Mal an diesem Tag musste Valeriy nach fünf Sätzen seinem Gegner gratulieren und verließ sichtlich geknickt und enttäuscht die Spielbox. Jetzt war schon ein Wunder von Nöten, denn es durfte keine Partie mehr verloren werden. Kevin war dieser Druck anzumerken, denn solch einen hohen Wert an „unforced errors“ sieht man bei ihm nicht oft. Trotzdem kämpfte er sich bis in den fünften Satz, um am Ende für den Kampf nicht belohnt zu werden. Marcel zog beim Betreuen den letzten Trumpf und erzählte Kevin vom Sieg der Reutlinger gegen Tuttlingen, um ihm den Druck zu nehmen. Fast hätte dieser Trumpf gestochen. Nun hingen die Staiger Fahnen auf Halbmast, zumindest bei denjenigen, die nichts vom Reutlinger Sieg wussten. Marc betrieb mit seinem 3:1 Erfolg gegen Wasilis Alvanidis nicht mehr als Schadensbegrenzung, denn Christian verlor ohne Chance gegen Rolf Lutsch. Somit stand die zweite Rückrundenniederlage für den SC Staig fest.

Nun heißt es volle Konzentration auf den 28. März, wenn das Saisonfinale in der Staiger Gemeindehalle steigt. Zu Gast wird der Tabellenletzte aus Musberg sein. Wie die Ausgangslage für das Staiger Team sein wird, zeigt sich in den nächsten beiden Wochen, wenn sowohl der SSV Reutlingen als auch der TTC Tuttlingen seine letzten Pflichtspiele bestreitet. Eines ist aber jetzt schon sicher, für einige Staiger Spieler kann es das Spiel ihres Lebens werden!
 

Unser Partner

Sponsoren

Sponsoren sind nicht alles,
aber ohne Sponsoren
ist alles NICHTS!
designed by www.madeyourweb.com